Wichtige Information für ausübende Künstler:innen im audiovisuellen Bereich

Mo. September 28, 2026

Verzögerung der Auszahlung von Inlandstantiemen an ausübende Künstler:innen im audiovisuellen Bereich (Schauspieler:innen und Sprecher:innen)

Ein am 23. September 2026 eingebrachter Initiativantrag der Koalitionsparteien soll der VdFS - Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden die Möglichkeit einräumen, die Einnahmen aus der Weitersendung von Filmwerken auch an ausübenden Künstler:innen für ihre Darbietungen zu verteilen. Es entspricht der langjährigen Verteilungspraxis der VdFS, dass die Einnahmen aus dem Recht der Weitersendung auch an Schauspieler:innen und Sprecher:innen verteilt werden, obwohl das Urheberrecht nach Ansicht der Aufsichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften und des Justizministeriums ein nur sehr eingeschränktes Senderecht für ausübende Künstler:innen vorsieht.

Dies hat zu Zweifeln daran geführt, ob diese Praxis noch vom Ermessen der VdFS gedeckt ist. Ein Abstellen dieser Verteilungspraxis würde den ausübenden Künstler:innen gerade in Zeiten budgetärer Restriktionen weitere Mittel entziehen, weshalb der Initiativantrag die Anpassung des Verwertungsgesellschaftengesetzes (VerwGesG 2016) nach dem Muster ähnlicher Regelungen - wie etwa für die Weitersendung von ORF-Sendungen - vorschlägt.

Der Initiativantrag der Koalitionsparteien ist abrufbar unter www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/A/1008

Sobald dieser Initiativantrag im Nationalrat beschlossen ist, wird die VdFS die bis dahin zurückgestellten Ausschüttungen von Inlandstantiemen an ausübende Künstler:innen im audiovisuellen Bereich umgehend vornehmen.