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Die VdFS

Die VdFS nimmt treuhändig und kollektiv die Urheber- und Leistungsschutzrechte der Berufsgruppen Regie, Kamera, Filmschnitt, Szenenbild, Kostümbild und Schauspiel wahr.

Die VdFS verteilt Tantiemen an Filmschaffende, SchauspielerInnen und deren RechtsnachfolgerInnen (ErbInnen), die aus Zweitverwertungsrechten sowie gesetzlichen Vergütungs- und Beteiligungsansprüchen resultieren. Dabei handelt es sich um Einnahmen wie beispielsweise das Kabelentgelt, die Privatkopievergütung, die Vergütung für die öffentliche Wiedergabe von Filmen in Schulen und Universitäten und die Bibliothekstantieme.

Durch Gegenseitigkeitsverträge mit zahlreichen ausländischen Schwestergesellschaften nimmt die VdFS die Rechte und Ansprüche ihrer Mitglieder (Bezugsberechtigten) auch im Ausland wahr.

Die VdFS widmet aufgrund gesetzlicher Vorgaben und freiwilliger Abzüge einen Teil ihrer Einnahmen sozialen und kulturellen Einrichtungen (SKE). Damit unterstützt sie ihre Mitglieder in sozialen Notlagen und im Bereich der Aus- und Weiterbildung. Außerdem fördert die VdFS Filmfestivals und filmbezogene Projekte und leistet einen finanziellen Beitrag für die Berufsverbände der Filmschaffenden.

Die VdFS berät ihre Mitglieder in (film-)urheberrechtlichen Fragen. Sie setzt sich bei Novellierungen des Urheber- und Verwertungsgesellschaftenrechts für die Interessen der Filmschaffenden ein und vertritt diese auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.

Die VdFS wird durch ihren Aufsichtsrat, einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer, den Genossenschaftsverband und die Aufsichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften geprüft und kontrolliert.

 

Der Vorstand der VdFS

Carl Achleitner (Schauspiel)

Fabian Eder (Kamera, Vorsitzender)

Paul Harather (Regie)

Michael Kreihsl (Regie)

Ingrid Leibezeder (Kostümbild)

Daniela Padalewski-Gerber (Filmschnitt)

Florian Reichmann (Szenenbild, Vorsitzender-Stellvertreter)

 

Der Aufsichtsrat der VdFS

Norbert Arnsteiner (Kamera, Vorsitzender-Stellvertreter)

Thomas Oláh (Kostümbild)

Sonja Lesowsky-List (Filmschnitt)

Thomas Roth (Regie)

Erwin Steinhauer (Schauspiel, Vorsitzender)

Thomas Vögel (Szenenbild)

 

Die Bezugsberechtigten-VertreterInnen

Jacob Groll (Regie)

Gerald Frey (Kamera)

Michael Hudecek (Filmschnitt)

Enid Löser (Szenenbild)

Erika Navas (Kostümbild)

Liliana Nelska (Schauspiel)

 
 

Die MitarbeiterInnen der VdFS

schödl

Mag. Gernot
Schödl, LL.M.
Geschäftsführung

 

glatz

Gudrun Glatz, BA
Assistentin der Geschäftsführung /  SKE / Tantiemen-Management

 

matzenberger

Mag.(FH) Harald
Matzenberger

Dokumentationsleiter

 

 

 

eichtinger

Mag. Gisela Eichtinger
Teamassistenz / Mitgliederwesen / Dokumentation

 

beyer

Dipl.-Bibl.(FH) Christian
Beyer
Datenmanagement

 

 

 

 

 

 

 

 

Ursina Zwettler, MBA
(Bildungskarenz)

 

 

 

 

© Rainer Mirau Photography

Die Mitglieder der VdFS

Neben ca. 2.600 Bezugsberechtigten, die mit der VdFS einen Wahrnehmungsvertrag geschlossen haben, vertreten wir auch sämtliche Bezugsberechtigte unserer ausländischen Schwestergesellschaften, mit denen wir durch Gegenseitigkeitsverträge verbunden sind.

Eine aktuelle Liste unserer Mitglieder finden Sie hier.

Wie Sie Mitglied werden können erfahren Sie hier.

 

Pflicht-Veröffentlichungen

Hier finden Sie alle gemäß § 44 VerwGesG 2016 zu veröffentlichenden Dokumente

Die "Wahrnehmungsgenehmigung" bildet die rechtliche Grundlage für die Inkassotätigkeit der VdFS.

Wahrnehmungsgenehmigung der VdFS

 

Die "Satzung der VdFS" regelt (ergänzt durch die Geschäftsordnungen des Vorstands und Aufsichtsrats) die Organisation und Struktur der VdFS.

Satzung der VdFS

 

Die "Regeln für die ordentliche Mitgliedschaft" enthalten jene Bestimmungen, nach denen ein Bezugsberechtigter ordentliches Mitglied (GenossenschafterIn) der VdFS werden kann.

Regeln für die ordentliche Mitgliedschaft

 

Durch Abschluss des "Wahrnehmungsvertrags" wird man Mitglied der VdFS. Darin werden der VdFS diverse Rechte und Ansprüche zur treuhändigen und kollektiven Wahrnehmung eingeräumt. 

Wahrnehmungsvertrag

 

Das "Verzeichnis der Gesamtverträge" beinhaltet eine Übersicht über die von der VdFS mit Nutzerorganisationen abgeschlossenen Gesamtverträge.

Verzeichnis der Gesamtverträge

 

Das "Verzeichnis der Satzungen" beinhaltet eine Übersicht über die von der VdFS mit Nutzerorganisationen abgeschlossenen Satzungen.

Verzeichnis der Satzungen

 

Das "Verzeichnis der Verträge mit dem Bund" beinhaltet eine Übersicht über die von der VdFS mit dem Bund abgeschlossenen Gesamtverträge.

Verzeichnis der Verträge mit Bund

 

Die VdFS hat derzeit keine autonomen Tarife veröffentlicht und keine Verträge mit dem ORF abgeschlossen.

 

Die "Allgemeinen Grundsätze für die Verteilung" regeln die Rahmenbedingungen, auf deren Basis die Verteilungsbestimmungen und SKE-Richtlinien der VdFS beschlossen werden.

Allgemeine Grundsätze für die Verteilung

 

Die "Verteilungsbestimmungen" enthalten jene festen Regeln, nach denen die VdFS Tantiemen an ihre Mitglieder verteilt.

Verteilungsbestimmungen der VdFS

 

Die "SKE-Richtlinien" enthalten jene festen Regeln, nach denen die VdFS Zuwendungen aus den sozialen und kulturellen Einrichtungen vergibt.

SKE-Richtlinien

Die "Allgemeinen Grundsätze für die Verwendung der nicht verteilbaren Beträge" regeln die Rahmenbedingungen für die Verwendung unverteilbarer Tantiemen.

Allgemeine Grundsätze für die Verwendung der nicht verteilbaren Beträge

 

Die "Allgemeinen Grundsätze für die Verwaltungskosten" sind das Regelwerk für den Abzug von Spesen für den Verwaltungsaufwand.

Allgemeine Grundsätze für Verwaltungskosten

 

Die "Allgemeinen Grundsätze für andere Abzüge (inkl. SKE)" sind das Regelwerk für andere Abzüge als Verwaltungskosten wie SKE und Rückstellungen.

Allgemeine Grundsätze für andere Abzüge (inkl. SKE)

 

Das "Verzeichnis der Gegenseitigkeitsverträge" beinhaltet eine Übersicht über die von der VdFS mit ausländischen Schwestergesellschaften abgeschlossenen Gegenseitigkeitsverträge.

Gegenseitigkeitsverträge

 

Das "Verzeichnis der GenossenschafterInnen" beinhaltet eine Übersicht über die ordentlichen Mitglieder der VdFS.

GenossenschafterInnen (ordentliche Mitglieder) der VdFS 

 

Der "SKE-Bericht" enthält eine Übersicht über die in einem Jahr ausgeschütteten SKE-Zuwendungen.

SKE-Bericht 2012

SKE-Bericht 2013

SKE-Bericht 2014

SKE-Bericht 2015

 

Die "Tätigkeitsberichte" beinhalten einen Überblick über die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten der VdFS sowie die Aktivitäten im betreffenden Jahr.

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2012

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2013

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2014

Bericht des Vorstands über das Geschäftsjahr 2015

 

Die "Transparenzberichte" beinhalten alle Informationen gemäß § 45 VerwGesG 2016.

Transparenzbericht 2016 

 

Der "Corporate Governance Kodex" des österreichischen Genossenschaftsverbands beinhaltet Regelungen über die Organisation und Struktur von Genossenschaften.

Erklärung über die Einhaltung des Corporate Governance Kodex 

 

Die "Möglichkeiten für Beschwerden und alternative Streitbeilegung" zeigen übersichtlich Ansprechstellen und Verfahren im Falle von Beschwerden oder Streitigkeiten.

Möglichkeiten für Beschwerden und alternative Streitbeilegung 

 

 

Die Geschichte der VdFS

Die VdFS wurde im Jahr 1992 gegründet.

Den Auftakt jedoch markierte der Verband Österreichischer Kameraleute AAC mit einer Veranstaltung  im Jahre 1984, bei der Urheber- und Verwertungsrechte für Filmschaffende in Österreich erstmals thematisiert wurden.  Bei dieser Gelegenheit wurde den österreichischen Filmschaffenden erstmals bewusst, dass bereits viele Jahre lang Tantiemen für Kabelfernsehen und Privatkopievergütung von den anderen Verwertungsgesellschaften wie z.B. AKM, Literar-Mechana, VAM und VGR allein eingenommen und verteilt wurden. Mit Unterstützung der damals bereits bestehenden deutschen Verwertungsgesellschaft  BILD-KUNST  insbesonders aber des bekannten deutschen  Kameramannes Jost Vacano ("Das Boot") führte der AAC dann eine jahrelange Aufklärungskampagne, um eine Verwertungsgesellschaft für Filmschaffende auch in Österreich zu implementieren. Gemeinsam mit den Berufsverbänden der FilmausstatterInnen und der SchnittmeisterInnen  wurde diese Idee schließlich in den Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden getragen und die Gründung einer  solchen Vertwertungsgesellschaft als vordringliche  Forderung aller am Filmwerk beteiligten Berufsgruppen an die Politik formuliert.

Ein Urheberrechtskongress in Salzburg im Jahre 1991, bei dem alle Institutionen und Verbände vertreten waren beflügelte letztlich die Entwicklung.

Lesen Sie hier mehr dazu.

Mit dem Esprit des Kongresses und einem gesteigerten Selbstbewusstsein wurde die Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden (VdFS) von einer Handvoll Filmschaffenden, Rechts- und Steuerexperten in der Rechtsform einer Genossenschaft mit beschränkter Haftung gegründet. Unter ihnen befand sich auch der erste Geschäftsführer der VdFS, Univ. Prof. Dr. Walter Dillenz. Erklärtes Ziel war es, dass Filmschaffende ebenso an diesen Einnahmen partizipieren können wie MusikerInnen, LiteratInnen, bildende KünstlerInnen, ProduzentInnen und Rundfunkanstalten.

In den Jahren 1993-1996 beschränkte sich die Tätigkeit der VdFS vorrangig auf das Inkasso und Verteilen von Tantiemen, die von ausländischen Verwertungsgesellschaften weitergeleitet wurden. Die Wende brachte die Urheberrechtsgesetznovelle 1996, die erstmals auch eine Beteiligung der FilmurheberInnen an den zuvor genannten Erlösen vorsah. Auch die Rechte der FilmschauspielerInnen mussten von diesen erst nach und nach durchgesetzt werden. Ab dem Jahr 1997 war es der VdFS schlussendlich erstmals möglich, eigene Erlöse aus dem Inland zu lukrieren.

Diese Einnahmen konnten im Laufe der Jahrzehnte beträchtlich gesteigert werden, wobei die VdFS eine angemessene Beteiligung an den Erlösen der anderen Verwertungsgesellschaften erst durchsetzen musste. So konnten beispielsweise die Anteile der VdFS an den Erlösen der VAM (Kabelentgelt und Privatkopievergütung) zunächst vertraglich festgelegt werden. Nach Kündigung dieser Vereinbarung durch die VAM wurde die Aufteilung der Erlöse zwischen VdFS und VAM durch den Urheberrechtssenat festgelegt. Weiters hat sich die VdFS im Jahr 2006 mit der VGR in einem gerichtlichen Vergleich über einen angemessenen Anteil an deren Einnahmen geeinigt, was einen weiteren Anstieg der VdFS-Erlöse zur Folge hatte. Diese erfreuliche Entwicklung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Eine angemessene Vergütung der Filmschaffenden für die Nutzung ihrer Werke und Leistungen konnte bislang noch nicht in allen Bereichen erreicht werden.

Ein wesentlicher Schritt ist der VdFS im Jahr 2012 gelungen, als der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) im Rahmen eines von der VdFS initiierten Musterprozesses ausgesprochen hat, dass die „cessio legis“ des österreichischen Filmurheberrechts EU-rechtswidrig ist. Diese Entscheidung ist aus Sicht der österreichischen Filmschaffenden als Meilenstein zu bezeichnen, da nach der bisherigen Rechtsprechung und der herrschenden Lehre sämtliche Verwertungsrechte der Filmschaffenden per Gesetz den ProduzentInnen zugewiesen wurden.

Dieser Enteignung durch den österreichischen Gesetzgeber, die noch auf die Stammfassung des Urheberrechtsgesetzes aus dem Jahr 1936 zurückging, wurde vom europäischen Höchstgericht ein Riegel vorgeschoben. Seit dem Jahr 2012 ist die „cessio legis“ als „widerlegliche Vermutungsregel“ zugunsten des Filmproduzenten auszulegen. Die Rechtslage entspricht seitdem jener in allen anderen europäischen Ländern. Das bedeutet, dass im Sinne der Rechtssicherheit zwar vermutet wird, dass die Verwertungsrechte dem Produzenten eingeräumt wurden, jedoch jederzeit etwas anderes zwischen Filmschaffenden und Produzenten vertraglich vereinbart werden kann.

Damit einhergehend ist nun insofern dem Dasein von Filmschaffenden als „UrheberInnen zweiter Klasse“ ein Ende bereitet, als mit diesen Verträge zu schließen sind. Zumindest in der Theorie können so auch Beteiligungen an den Erlösen der Produzentinnen vereinbart werden bzw. einzelne Rechte auch vertraglich vorbehalten werden.

Dass dies nicht automatisch auch höhere Einnahmen für die Filmschaffenden bedeutet, liegt auf der Hand. Das ist der Tatsache geschuldet, dass ProduzentInnen und Rundfunkanstalten in der Praxis Vereinbarungen mit pauschalen Rechtseinräumungen mit den Filmschaffenden und SchauspielerInnen gegen Zahlung eines einmaligen Entgelts („Buy-outs“) treffen.

Hier kann jedoch die VdFS ihre Schutzfunktion ausüben, indem sie im eigenen Namen und Interesse ihrer Bezugsberechtigten für diese Rechte und Ansprüche zumindest im Bereich der „Zweit- und Drittverwertung“ ihrer Werke und Leistungen geltend macht.

Durch den Wegfall der „cessio legis“, der auch durch Entscheidung des Obersten Gerichtshofs (OGH) im Jahr 2014 nochmals bestätigt wurde, ist jedenfalls eine grundlegende Änderung der Rechtslage eingetreten. Filmschaffende und SchauspielerInnen sind seitdem gleichwertig wie alle anderen UrheberInnen und LeistungsschutzrechteinhaberInnen zu behandeln. Damit geht einher, dass Filmschaffende nicht mehr „Untermieter“ der Filmproduzenten und Rundfunkanstalten sind, sondern ihre Rechte und Ansprüche eigenständig (bzw. vertreten durch die VdFS) gegenüber den Nutzern ihrer Werke geltend machen können.

Eine entsprechende Abbildung dieser neuen Rechtslage im österreichischen Urheberrechtsgesetz ist jedoch noch immer ausständig. Denn der Gesetzgeber hat die Umsetzung eines modernen und ausgewogenen Filmurheberrechts im Rahmen der UrhG-Novellen 2013 und 2014 leider verabsäumt. Die VdFS setzt sich dafür ein, dass dies nun möglichst rasch und ohne Kompromisse zulasten der Filmschaffenden geschieht.

Diese grundsätzliche Änderung der Rechtslage wird sich zukünftig auch positiv auf die Betriebsgenehmigung der VdFS auswirken müssen, welche den rechtlichen Rahmen und die Basis für die Inkassotätigkeit der VdFS darstellt. Dem Beispiel ausländischer Schwestergesellschaften folgend ist die VdFS im Interesse ihrer Bezugsberechtigten seit Beginn ihres Bestehens bemüht ihre Betriebsgenehmigung zu erweitern.

Die VdFS hat in den Jahren 1993-2014 insgesamt ca. EUR 65 Mio. an in- und ausländischen Einnahmen für ihre Bezugsberechtigten lukriert und ca. EUR 6 Mio. an Mitteln für soziale und kulturelle Zwecke ausgeschüttet.